Technische Universität Dortmund
Lehrstuhl für Werkstofftechnologie (LWT)
Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing.
Wolfgang Tillmann
Leonhard-Euler-Str. 2
D-44227 Dortmund
Tel.: +49 231 755-2581
Fax: +49 231 755-4079
wolfgang.tillmann@tu-dortmund.de
Die Forschungseinrichtung
Der Lehrstuhl für Werkstofftechnologie (LWT) an der Technischen Universität Dortmund befasst sich mit der Entwicklung und Erforschung innovativer Konzepte und Lösungen für die Produktionstechnik. Im Rahmen dieses Leitbildes werden in den sechs Forschungsgruppen wissenschaftliche Fragestellungen zur Entwicklung und Herstellung neuer Werkstoffe, zur Optimierung von Fertigungsprozessen, Mikrostrukturen und Eigenschaften sowie zur Werkstoffprüfung und -charakterisierung umfassend behandelt.
Der LWT betreibt Grundlagenforschung, Industrieforschung und teilweise auch experimentelle Entwicklung, die im Rahmen verschiedener Drittmittelprojekte – finanziert durch öffentliche Fördermittel oder durch die Industrie – durchgeführt werden. Neben verschiedenen Projekteinzelförderungen beteiligt sich der LWT auch an vielfältigen, regional und transregional koordinierten Forschungsprogrammen. Zu den dedizierten Forschungsbereichen zählen die Beschichtungstechnik (Thermisches Spritzen und PVD), das thermische Fügen (Hartlöten und Auftragslöten), die pulvermetallurgische und additive Fertigung (mittels WAAM und Kaltgasspritzen) sowie die metallographische und zerstörungsfreie Werkstoffanalyse. Hierfür stehen am LWT eine umfassende Forschungsinfrastruktur bzw. apparative Ausstattung zur Verfügung. Das Portfolio der behandelten Werkstoffe umfasst Metalle und Legierungen (einschließlich Hart-, Super- und diverse Sonderlegierungen sowie HEAs), Quasikristalle, amorphen Kohlenstoff, Hartstoffe und superabrasive Werkstoffe (wie Diamanten und cBN), MMC-Werkstoffe (wie Hartmetalle / Cermets), Keramiken, faserverstärkte Werkstoffe und teilweise auch Polymere. Hierbei werden insbesondere die Einflüsse und Wechselwirkungen der Herstellung und Verarbeitung auf die Mikrostrukturbildung, die Eigenschaften und das Einsatzverhalten von Werkstoffen wissenschaftlich untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Anwendung neuartiger Methoden zur Online-Prozessdiagnostik und in-situ Mikrostruktur- bzw. Defektanalyse. Die experimentelle Versuchsdurchführung wird in vielfältiger Weise durch die Erfassung von Prozess- und Werkstoffdaten, die Schaffung digitaler Datenmodelle sowie durch Modellierung und Simulation unterstützt.
In den genannten Forschungsfeldern arbeitet der LWT eng und interdisziplinär mit Partnern aus verschiedenen Fachrichtungen (wie Maschinenbau, Informatik, Mathematik, Statistik) sowie mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen und industriellen Anwendern zusammen. Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit im Profilschwerpunkt „Materials Chain“ der Universitätsallianz (UA) Ruhr, in der „Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM)“ sowie in der „Deutschen Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP)“. Darüber hinaus bestehen verschiedene Kooperationen mit internationalen Partnerinstituten, insbesondere in China, Taiwan, den USA und Kolumbien.
Der LWT bietet Partnern aus Industrie und Wissenschaft kompetente Unterstützung bei werkstofftechnologischen Fragestellungen und Problemen. Dies umfasst ein breites Spektrum an Forschungs- und Dienstleistungen – von der Werkstoffberatung über die Schadens- und Ursachenforschung bis hin zur Verfahrens- und Technologieentwicklung. Im Bereich der Lehre bietet der LWT Studierenden ein breites Angebot an Vorlesungen, Übungen, Praktika, Seminaren und studentischen Abschlussarbeiten.
